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Interview Wirtschaftswoche zu Corporate Fashion
22. März 2018

Foto: © Deutsche Bahn / Dan Zoubek

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Prototypen der neuen Unternehmensbekleidung der Deutschen Bahn von Guido Maria Kretschmer die ab Ende 2019 eingeführt werden soll. Kretschmer die ab Ende 2019 schrittweise bundesweit eingeführt werden soll.

Die Wirtschaftswoche interviewte mich anlässlich der neuen Unternehmensbekleidung der Deutschen Bahn von Guido Maria Kretschmer, die am 22. März 2018 in Berlin vorgestellt wurde. Ich erkläre wie Unternehmenskleidung aus Mitarbeitern Profis machen und ein Firmenimage transportieren kann und worauf es bei Uniform, Arbeitskleidung und Corporate Fashion ankommt.

WirtschaftsWoche: Herr Schirrmacher, fangen wir mit einer Begriffsklärung an – was ist eine Uniform, was ist Arbeitskleidung und was ist Corporate Fashion?
Joachim Schirrmacher: Uniformen gibt es vor allem in staatlich-hoheitlichen Positionen. Arbeitskleidung tragen Bäckerin oder ein Zimmermann, oft ergänzt durch Schutzkleidung gegen Gefahren bei der Arbeit wie Wind und Wetter, zur Unfallverhütung oder als Warnschutzkleidung, entsprechend den Europa-Normen. Corporate Fashion setzt die Identität eines Unternehmens nach deren Corporate Design in eine spezifische Unternehmenskleidung um, wie bei der Deutschen Bahn. Unklar wird es, weil jeder Anbieter andere Begriffe wie Corporate Clothing, Imagekleidung, CI-Kleidung, Firmenkleidung, Corporate Wear oder Corporate Fashion verwendet um für sich zu werben. Oft wird schon die schlichte Plazierung des Logos auf einem Blaumann oder Polohemd als „CI-Kleidung“ ausgegeben.

Im Falle der Deutschen Bahn sprechen wir also von Unternehmensbekleidung oder Corporate Fashion.
Genau, und wenn die Bahn noch staatlich wäre, wäre es eine Uniform.

Was bezweckt ein Unternehmen mit einer einheitlichen Bekleidung für die Mitarbeiter?
Idealerweise eine Effizienzsteigerung durch die Integration von Funktion, Kommunikation und Motivation, wie ich es in meiner Studie definiert habe. Entscheidend ist die Berücksichtigung der Unternehmenskultur und Unternehmensidentität. Die Schwierigkeit ist, dass die Kultur des Unternehmens auf die Persönlichkeiten der Mitarbeiter trifft, die diese Kleidung ja hautnah an sich heranlassen müssen. Bei der Einführung der Bahn Kleidung 1995 war hingegen die Zielvorgabe, über die Bekleidung vom Beamten- schnell zu einem modernen Lufthansa-Image zu kommen.

Das ganze Interview unter:
www.wiwo.de/erfolg/beruf/unternehmenskleidung-die-perfekte-firmenjacke-wird-auch-privat-getragen/21097622-all.html

Mit Aussagen zur Funktion, Motivation und den kommunikativen Aufgaben von Corporate Fashion, wie die Individualität der Träger gewahrt werden kann oder was Kleidung Autorität und was Zugewandtheit ausstrahlen lässt. Zudem: Der moderne und selbstverständliche Auftritt von Annegret Kramp-Karrenbauer, wie Daimler Chef Dieter Zetsche mit Jeans, Turnschuhen und offenem Hemdkragen eine neue Unternehmenskultur anstoßen will und warum es mit dem Einfluss der Casualisierung schwieriger geworden ist, den richtigen Ton bei der Kleidung zu treffen. Und wie Kleidung am morgen helfen kann, dass die grauen Zellen in Schwung kommen, ob im Hausmantel aus Seide mit Paisleymustern oder in moderner Jogginghose.

Die 55-seitige Studie „Corporate Fashion – Effizienzsteigerung durch Integration von Funktion, Kommunikation und Motivation“ kann als PDF-Version für 25,00 Euro netto unter mail@joachim-schirrmacher.de bestellt werden.
Informationen zur Studie unter www.joachim-schirrmacher.de/2002/10/01/vom-blaumann-zur-corporate-fashion/

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